Sonntag, 24. Juni 2012

Ein Haufen Reim


Die Sehnsucht weckt, ich wache auf
Die Decke warm, doch nicht der Raum
Das leere Bett macht Herzen laut
und ohne Bett macht Kälte taub
Bleibe wach durch die Uhr die tickend mir die Sinne raubt,
raff mich auf und gucke raus
Die Nacht sie bleibt, sie hört nicht auf,
paar Sachen an und nehm reiß aus
Bloß Minuten nehmen ihren Lauf:
Zu schön der Samt, die Welt zu rau,
zu dumm nur, wenn der Rest zu schlau...!
Die Augen zu trotz Diashow
Erinnerung zu ungenau
Bilder blitzen vor mir auf:
Schwarz auf weiß und grau in grau,
die Polarroyts sind zu verstaubt,
als das die Kerze auf dem Foto Eis wegtaut
Damals verdrängt, heute vertraut
Niemand weiß, und jeder glaubt
Doch wer Dichtern ihre Sprache raubt
bekommt als antwort Ghoetes Faust

Biegen und Brechen von Herzen

Und dann heißt es warten auf dich…
Warten auf Heilung
Die Zeit schließt die Wunden zwar an sich,
doch was bleibt dann wird unwichtig
Darstehen heißt warten
und warten wird Stillstand
Durch das Meer deiner Tränen watend,
war das einzige das ich fand
weitere Berge aus Lastern am Festland
Und statt mit dem Kopf durch die Wand,
Steckst du bis zum Hals in dem Treibsand,
in dem vorher schon dein Lächeln versank

Gegen Geliebtes verloren,
die Hand zwar im Feuer für uns und verbrannt
bloß, das ich nichts von all dem spüren kann
Bis zur Unkenntlichkeit, vergohren
bis auch die Ohren verstümmeln,
weil sie dann nicht mehr hören können
Was sie noch alles entbehren müssen um Erlösung zu erlangen.

Es tut weh dich so leiden zu sehen
und dir noch viel mehr!
Doch ohne Sonne scheint mich das alles nichts anzugehen
Alles scheint viel zu lang her
Deine und meine Erinnerungen
fliegen schon lang nicht mehr in unseren Köpfen umher
Wie konträr es jetzt wär’
sich wiederzusehen…
Aus kämpfend bestehen wurde Weinen und Flehen
und aus „uns“ wird ein „mir“
Aus „wir“ wirst „du“ gemacht
denn bevor ich bereits gewonnene Erfahrung verlier’
wird die eigene Stille gewahrt
Gedanken: Aphart wenn die Tat,
die einst Hoffnung versprach,
stirbt, an dem was geschah
als Liebe entstand…

Was bleibt ist das Raunen im Ohr
Was da war steigt als Flüstern empor
Und was wird ist das Verklingen verschiedenster Versprechen,
verzerrt: Leicht zu brechen
erklärt das Erbrechen als Antwort darauf
Was die Fragen verbargen sieht auf einmal aus
wie die geschändete Kindheit,
mein Kind in mir stirbt laut!
Deines starb leise
denn ohne Geborgenheit
stirbt ein jedes auf seine weise
und die quadratur des Kreises
scheint paradox wie nie zu sein

Der Sommer vergangen und vergessen ist schwer
Die Zunge verbrannt, nun sind die Aussagen leer
Ein weiteres Mal, wieder Alles gegeben
Der Winter kommt näher:
wir kennen uns nicht mehr, zerstören andere Leben
und vergessen bisher…..